Wann du in Tromsø Nordlichter siehst

In Tromsø sind Nordlichter etwa von September bis Anfang April zu sehen, sobald der Himmel nachts richtig dunkel wird. Welcher Monat für dich am besten passt, hängt weniger vom Polarlicht ab als davon, ob du offenes Wasser, lange Nächte oder viel Tageslicht suchst.

Die Saison von September bis Anfang April

In Tromsø kannst du Nordlichter sehen, sobald es nachts dunkel genug ist, und das ist etwa von September bis Anfang April der Fall. Im Sommer leuchten sie zwar weiter, nur siehst du sie nicht. Von etwa dem 18. Mai bis zum 25. Juli geht die Sonne gar nicht unter, das ist die Zeit der Mitternachtssonne. Auch in den Wochen davor und danach bleibt der Himmel nachts zu hell.

Innerhalb der dunklen Saison gibt es keinen Monat, der Nordlichter verspricht, und keinen, der sie ausschließt. Am meisten zählt ein klarer Himmel. Danach kommen die Stärke der Sonnenaktivität, die du am Kp-Index abliest, und die Frage, wie dunkel die Nacht ist. Der Kalender entscheidet weniger, als viele denken. Wie du die Vorhersage liest, erklären wir im Ratgeber zur Nordlicht-Vorhersage. Die Tabelle zeigt, worin sich die Monate unterscheiden.

ZeitraumDunkelheitWas dafür sprichtWas du wissen solltest
September und OktoberNächte werden schnell längermilder, mehr offenes Wasser für SpiegelungenRentier-Camp startet erst im November
Novemberlange Nächte, ab etwa 26. November keine Sonne mehrRentier-Camp ab 1. November, Beginn der Polarnachtwenig Tageslicht für andere Pläne
Dezember und JanuarPolarnacht bis etwa 17. Januar, mittags blaues Lichtdie meisten dunklen Stundenkalt, vor allem im Landesinneren
Februar und MärzSonne kehrt zurück, Nächte noch langTageslicht für Ausflüge, Winterlandschaftes wird abends später dunkel
Anfang AprilNächte werden kurzletzte Chance der SaisonEnde der Saison im Rentier-Camp

September und Oktober

Der Herbst ist die unterschätzte Zeit. Die Nächte sind schon lang genug, das Wetter an der Küste ist noch milder, und auf Seen und Fjorden gibt es mehr offenes Wasser. Wenn grüne Bänder darüber stehen, spiegeln sie sich im Wasser, und genau diese Bilder zeigt man hinterher am liebsten. Ob schon Schnee liegt, hängt vom Jahr ab. Wer die Rentiere sehen will, muss warten, denn das Rentier-Camp mit Abendessen von Tromsø Arctic Reindeer für ~179 € öffnet erst am 1. November und läuft bis Anfang April.

Die Polarnacht im Dezember und Januar

Von etwa dem 26. November bis zum 17. Januar geht in Tromsø die Sonne nicht auf, das ist die Polarnacht. Weil die Berge den Horizont verdecken, zeigt sich die Sonne in der Stadt sogar erst Anfang Februar wieder. Stockdunkel ist es mittags trotzdem nicht, ein paar Stunden lang liegt blaues Dämmerlicht über Stadt und Fjord. Für Nordlichter bedeutet das sehr lange Nächte und viele Stunden, in denen der Himmel dunkel genug ist.

Der Preis dafür ist die Kälte. Der Golfstrom hält die Küste für diese Breite mild, der Kälterekord der Stadt liegt bei minus 18,4 Grad aus dem Jahr 1966. Die Touren fahren aber ins Landesinnere, und in den Tälern dort ist es deutlich kälter als am Hafen. Wie sich diese Wochen anfühlen und was du tagsüber machst, beschreiben wir im Ratgeber zu Tromsø in der Polarnacht.

Februar und März

Ab Februar kommt das Licht schnell zurück. Die Tage werden spürbar länger, und du hast Zeit für Ausflüge in die Winterlandschaft oder eine Fahrt mit der Seilbahn auf den Hausberg. Die Nächte bleiben lang genug für Nordlichter, sie beginnen nur etwas später. Für viele ist das die angenehmste Mischung aus hellen Tagen und dunklen Nächten, gerade bei einer ersten Reise in den Norden. Ende März schrumpft die Dunkelheit Woche für Woche, und spätestens im April wird es nachts zu hell für die Jagd.

Mond, Uhrzeit und Sonnenzyklus

Neben den Wolken spielt der Mond eine Rolle. In Neumondnächten ist der Himmel am dunkelsten, schwache Nordlichter fallen dann eher auf. Bei Vollmond ist der Himmel heller, dafür leuchtet die verschneite Landschaft und gibt Fotos Tiefe. Einen schlechten Mond gibt es also nicht, nur eine andere Stimmung. Starke Nordlichter siehst du auch bei Vollmond.

Die Uhrzeit ist weniger fest, als man denkt. Die Touren sind ab dem Abend bis tief in die Nacht unterwegs, weil die Lichter kommen und gehen. Wer auf eigene Faust schaut, sollte nicht nach einer halben Stunde aufgeben.

Dann ist da der Sonnenzyklus. Die Sonne hat einen Rhythmus von etwa elf Jahren, das letzte Maximum lag 2024. Auch in den Jahren danach sind starke Ereignisse noch gut möglich, die Winter 2026 und 2027 sind für eine Reise also keine schlechte Wahl.

Warum du mehrere Nächte einplanen solltest

Die größte Unbekannte bleibt das Wetter. Eine einzelne Nacht kann bedeckt sein, auch im besten Monat. Plane deshalb mindestens drei Nächte in Tromsø ein und buche die Tour für einen der ersten Abende. Die Guides schauen sich am Tag der Tour Wolken und Vorhersage an und fahren dorthin, wo der Himmel aufreißt. Unsere Wahl, die Nordlicht-Safari für ~87 €, fährt dafür bei Bedarf bis nach Finnland. Bei Snow Travels gibt es mit der Jagd ohne Zeitlimit ab ~148 € eine Variante ohne Zeit- und Kilometergrenze.

Bei der Bustour von Jeshua Tours für ~82 € darfst du so lange wiederkommen, bis die Kamera des Anbieters ein klares Foto von dir mit Nordlichtern hat, je nach freien Plätzen. Je früher im Aufenthalt du startest, desto mehr Abende bleiben dafür. Ob für dich der große Bus oder eine kleine Gruppe besser passt, vergleichen wir im Ratgeber Bus oder Minibus. Alle Touren sind bis 24 Stunden vorher kostenlos stornierbar, und die Preise gelten Stand Oktober 2026.

Mehrere Abende, ein Ticket

Die Bustour von Jeshua Tours ab ~82 €. Ohne Nordlicht-Foto von dir fährst du in deinem Aufenthalt gratis noch einmal mit, nach Verfügbarkeit.

Kleidung und Kamera je nach Monat

Im Oktober kommst du mit weniger Schichten aus als im Januar, warm genug anziehen musst du dich in jedem Monat, denn auf der Jagd stehst du lange still. Welche Tour den Thermoanzug stellt und was du selbst mitbringst, steht im Ratgeber zur Kleidung für die Nordlichtjagd. Die Kamera hat in jeder Jahreszeit dieselbe Schwäche, kalte Akkus. Wie du trotzdem scharfe Bilder bekommst, auch mit dem Handy, zeigen wir im Ratgeber zum Fotografieren von Nordlichtern.

Welche Reisezeit wir für die erste Nordlichtreise wählen würden

Für eine erste Reise würden wir Mitte Februar bis Mitte März nehmen. Die Nächte sind noch lang, die Tage hell genug für einen Spaziergang am Fjord, und du sitzt nicht wochenlang im Dämmerlicht. Wer die Polarnacht erleben will, fährt im Dezember oder Januar und packt wärmer ein. Wer Spiegelungen auf dem Wasser sucht, nimmt den Oktober und verzichtet dafür auf die Rentiere. In jedem dieser Monate gilt dieselbe Regel. Mindestens drei Nächte, die Tour früh im Aufenthalt und ein Blick auf die Wolken statt auf den Kalender. Mehr praktische Hinweise für den Abend selbst findest du in unseren Tipps auf der Startseite.

Fragen und Antworten

Fragen zur Reiseplanung

Wann ist die beste Zeit für Nordlichter in Tromsø?

Etwa von September bis Anfang April, wenn die Nächte dunkel genug sind. Einen sicheren Monat gibt es nicht, am meisten zählt ein klarer Himmel. Plane mehrere Nächte ein und buche die Tour früh im Aufenthalt.

Kann man im Sommer Nordlichter in Tromsø sehen?

Nein. Von etwa 18. Mai bis 25. Juli scheint die Mitternachtssonne, und auch in den Wochen davor und danach ist es nachts zu hell.

Was ist die Polarnacht in Tromsø?

Von etwa 26. November bis 17. Januar geht in Tromsø die Sonne nicht auf. Mittags gibt es trotzdem einige Stunden blaues Dämmerlicht, und die Nächte sind sehr lang.

Stört der Vollmond die Nordlichter?

Bei Vollmond ist der Himmel heller, schwache Lichter fallen weniger auf. Dafür beleuchtet der Mond die Landschaft, was Fotos schöner machen kann. Starke Nordlichter siehst du auch bei Vollmond.

Wie viele Nächte sollte ich in Tromsø einplanen?

Wir empfehlen mindestens drei, damit du Ausweichabende hast, wenn es bewölkt ist. Bei Jeshua Tours für ~82 € ist die nächste Fahrt kostenlos, wenn kein klares Nordlichtfoto von dir entsteht und Plätze frei sind.